Drupa endgültig abgesagt: Nächster Termin erst 2024 vom 28. Mai bis 7. Juni

Nun also doch: Die bereits auf April 2021 verschobene drupa wird abgesagt. Zu viele der wichtigsten Branchezulieferunternehmen haben bereits zurückgezogen, zu unsicher ist die Entwicklung der Covid-Pandemie. Die nächste Veranstaltung wird demnach turnusgemäß vom 28. Mai bis 7. Juni 2024 stattfinden. Zum bis zuletzt ins Auge gefassten Termin Ende April 2021 soll, quasi als „Überbrückung,“ mit der „virtual.drupa“, ein viertätiger digitaler Event vom 20. bis 23. April 2021 stattfinden. Ebenfalls abgesagt wurde die  bereits für 25. Februar bis 3. März 2021 angesetzte Interpack. Sie soll nun vom 4. bis 10. Mai 2023 stattfinden

„Die Pandemie hat bei Ausstellern und Besuchern große Unsicherheit im Hinblick auf die Teilnahme an der drupa 2021 ausgelöst. Reisebeschränkungen und Budgetdruck haben die Lage in der Printbranche zunehmend verschärft“, erklärt Erhard Wienkamp, COO der Messe Düsseldorf. „Wir haben diese Entscheidung gemeinsam mit unseren Partnern getroffen, die diesen Schritt mittragen. Vorausgegangen ist ein ausführlicher Abwägungsprozess, der die aktuellen Rahmenbedingungen und die Bedürfnisse der Branche berücksichtigt.“

Sabine Geldermann, Project Director Print Technologies ergänzt: „Unser vorrangiges Ziel bleibt es, die Branche mit allen Mitteln dabei zu unterstützen, auf nationaler und internationaler Ebene miteinander in Kontakt zu bleiben, ihr Netzwerk weiter zu stärken und Leads zu generieren. Zu diesem Zweck wird es vom 20. bis 23. April eine intermediäre Veranstaltung geben, die unseren Ausstellern und Besuchern einen zusätzlichen Vertriebskanal und Planungssicherheit gibt.“

Claus Bolza-Schünemann, Vorstandsvorsitzender von König und Bauer und drupa Präsident, begrüßt dieses Vorgehen: „Eine virtuelle Veranstaltung ist genau das richtige Format in diesen Zeiten. Eine Teilnahme an der drupa unter den bekannten Parametern war vielen Ausstellern vor dem Hintergrund von Export- und Umsatzrückgängen sowie erheblichen Reiseeinschränkungen – auch für Besucher – einfach zu risikobehaftet. Das neue digitale Forum, dessen verlässlicher Pfeiler eine virtuelle Plattform ist, bietet die Gelegenheit dazu, den wertvollen Austausch innerhalb der Branche bis 2024 aufrecht zu erhalten.“

„Unsere Mitglieder melden uns, dass der Bedarf an Fachmessen, die ihr Geschäft vorantreiben, in hohem Maße weiter besteht. Der Wert und die Strahlkraft der drupa sind ungebrochen. Die Entscheidung, sie in 2021 auszusetzen, ist ausschließlich der Pandemielage geschuldet“, betont der Geschäftsführer des Fachverbands Druck- und Papiertechnik des VDMA Dr. Markus Heering. „Auf lange Sicht ist es für uns alle wichtig, die drupa als internationale Plattform in Europa zu erhalten, die die Branche in ihrer Vielfalt abbildet. 200 Jahre Kompetenz liegen in Europa verwurzelt und müssen weiter fortbestehen. Als intermediäre Lösung bis 2024 begrüßen wir jedoch die Einführung der neuen digitalen Plattform.“

Messe Düsseldorf-CEO Wienkamp betont jedenfalls: „Bei dem Beschluss heute, die drupa 2021 abzusagen und ein anderes Format anzubieten, handelt es sich um eine veranstaltungs- und branchenspezifische Entscheidung. Für alle weiteren Veranstaltungen der Messe Düsseldorf stehen wir in engem Kontakt mit den Behörden und Partnern der jeweiligen Messen, mit denen wir rechtzeitig die Lage bewerten und verantwortungsvoll entscheiden werden.“

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