Augsburger Presse-Druck- und Verlags-GmbH.: Retrofit statt neuer Maschinen?

Eigentlich hat die Augsburger Presse-Druck- und Verlags-GmbH Ende Oktober 2018 gegenüber der Belegschaft verkündet, man wolle „2025 bis 2030“ in neue Druckmaschinen investieren – quasi als Job- und Standortgarantie. Bis es so weit ist, muss aber der existente Maschinenpark am Laufen gehalten werden. Mit einem Software-Update soll die gesamte Planung und das Management des Zeitungsproduktionsprozesses von der Vorstufe bis zur Rampe transparenter und dadurch effizienter gestaltet werden.

Die Presse-Druck- und Verlags-GmbH ist für den täglichen Druck einiger der grössten Regionalzeitungen des Landes verantwortlich. Die neuesten MPS Systeme von ABB sind die Antwort auf die wachsenden Anforderungen in der Branche. Die Lieferung der neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Planungs- und Managementsoftwaretechnologie durch ABB, basiert auf einer 30-jährigen Partnerschaft mit dem traditionellen Druckunternehmen. Die Modernisierung erlaubt bessere Einblicke für den Maschinenführer, schafft eine Virtualisierung der Prozesse und verringert den Wartungsaufwand.

Der Augsburger Druckriese verarbeitet jährlich 25.000 Tonnen Papier und 350 Tonnen Druckfarbe. Allein die Regionalzeitung „Augsburger Allgemeine“ erfordert den täglichen Druck von 350.000 Papierbögen.

ABB liefert seine neuesten MPS Systeme, darunter MPS Cockpit, eine spezialisierte Anwendung für die Planung und das Management des gesamten Zeitungsproduktionsprozesses von der Vorstufe bis zur Rampe. MPS Insight, zuständig für das Reporting und die notwendige Analyse zur Prozessoptimierung und Rentabilitätssteigerung sowie MPS InsertManager, welches für die Unterstützung und Koordination von Vertrieb, Produktionsplanung, Lagerung und Auslieferung von Zeitungsbeilagen verantwortlich ist.

Mit Hilfe der MPS Systeme von ABB wird die Presse- Druck und Verlags GmbH eine Reduzierung bei der Rüstzeit, Anlaufmakulatur sowie Farb- und Wasserverbrauch erzielen. Neben erheblichen Kosteneinsparungen wird damit auch ein grosser Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet. Durch die neuen virtualisierten ABB-Lösungen wird, so ABB, zugleich die Unabhängigkeit von Lebenszyklen sowohl bei Hardware als auch bei Betriebssystemen erreicht.

„Mit diesen Updates verfügen wir über eine moderne und zweckmässige Infrastruktur für den täglichen Druck der von uns verantworteten Zeitungen und für die wirtschaftliche Steuerung des gesamten Herstellungsprozesses vom Editorial bis zu den Leserbriefen ganz ohne Unterbrechung oder Verzögerung“, sagte Andreas Ullmann, technischer Leiter der Presse-Druck- und Verlags-GmbH. „Durch die jahrelange Zusammenarbeit mit ABB sind wir überzeugt, dass dieses System die robuste Plattform bieten wird, die wir jetzt benötigen, mit der Integration von Sicherheit und Backups.“

Inwieweit das Software-Update nun die geplante Anschaffung neuer Druckmaschinen obsolet machen würde, darüber wurden keine Angaben gemacht…

Im Bild das Areal der Augsburger Presse-Druck und Verlags-GmbH mit Sitz in Lechhausen

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