Zeitungsdrucker R. Weeke und die technische Vorstufe

 170. Weeke Betriebs GmbH setzt auf Effizienz in der Druckformherstellung, zuverlässige Druckqualität sowie optimale Unterstützung der vollautomatischen Plattenlogistik.

Die R. Weeke Betriebs GmbH in Barleben bei Magdeburg konzentriert sich voll auf ihr Kerngeschäft: Druck und Weiterverarbeitung von Zeitungen, Beilagen und Anzeigenblättern. Das Unternehmen mit rund 300 Beschäftigten gehört zur Mediengruppe Magdeburg, deren bekanntestes Printprodukt die Tageszeitung Volksstimme ist. Als Druckdienstleister der Mediengruppe Magdeburg ist die R. Weeke Betriebs GmbH mit ihrem Druckzentrum Barleben im Norden Magdeburgs angesiedelt. Die Zeitungsdruckerei setzt auf schlanke Betriebsstrukturen und Abläufe sowie ein hohes Maß an Automatisierung. Gedruckt wird im Dreischichtbetrieb auf einer manroland Colorman autoprint Anlage mit vier Achtertürmen in Satellitenbauweise und zwei Falzapparaten. Die für das Rheinische Format ausgelegte Rotationsanlage lässt sich als zwei 32-Seiten-Druckmaschinen oder in diversen anderen Produktionsarten betreiben. In der Druckvorstufe setzt der Zeitungsdrucker auf die LIBRA VP Platte von Kodak. Sie überzeugt durch Effizienz in der Druckformherstellung, zuverlässige Druckqualität sowie optimale Unterstützung der vollautomatischen Plattenlogistik.

Zeitung und Anzeigenblätter im Fokus
Publikationen der Mediengruppe Magdeburg bestimmen das Geschehen in der Druckerei. Sechsmal pro Woche wird nachts die Volksstimme mit 18 Druckausgaben und einer Gesamtauflage von über 170.000 Exemplaren gedruckt. Dazu kommt tagsüber die Produktion der wöchentlichen Anzeigenblätter General-Anzeiger am Mittwoch (12 Druckausgaben, Auflage rund 490.000), General-Anzeiger am Wochenende (15 Druckausgaben, Auflage 630.000) und Elbe-/Ohre-Kurier (zwei Druckausgaben, Auflage über 154.000, Tabloidformat).
Aus diesem Produktionsumfang resultiert ein durchschnittlicher Tagesbedarf von 1.500 Druckplatten. Für deren Bebilderung stehen im Druckzentrum zwei Violett-CTP-Systeme mit Online-Plattenverarbeitungsanlagen zur Verfügung, auf denen seit Mai 2016 die digitale KODAK LIBRA VP Platte zum Einsatz kommt. Die negativ arbeitende Zeitungsdruckplatte von Kodak mit violettempfindlicher Fotopolymerschicht löste Plattentypen zweier anderer Hersteller ab. „Wir begannen Ende 2015 die LIBRA VP zu testen. Die Probephase verlief exzellent, die Punkte standen sauber und stabil auf der Platte und die Druckresultate waren überzeugend. Während dieser Zeit und auch bei der Komplettumstellung wurden wir von Kodak Experten professionell und sehr zuverlässig unterstützt“, sagt Michael Nordmann, Technischer Leiter der Mediengruppe Magdeburg.

Mit maximaler Automatisierung in den Druck
Außergewöhnlich ist die Anbindung der Druckformherstellung an die in einiger Entfernung befindliche Druckmaschine. Wenn die Platten nach der CTP-Belichtung die Verarbeitungsanlagen und die Stanz- und Abkanteinheit durchlaufen haben, gelangen sie in eine komplexe vollautomatische Plattenlogistik. Deren Endstationen sind die jeweiligen Druckwerke, in denen sie benötigt werden. Roboterarme führen den Plattenwechsel simultan in allen Druckwerken aus. „Bei uns fasst kein Drucker mehr eine Platte an oder prüft sie visuell, bevor sie auf die Plattenzylinder kommt. Die Automatisierung ermöglicht eine maximale Rationalisierung und Effizienz beim Rüsten, was angesichts der zahlreichen Ausgaben unserer Produkte und der häufigen Plattenwechsel sehr wichtig ist“, berichtet Michael Nordmann. „Im Schnitt vergehen bei uns acht Minuten vom letzten guten Exemplar einer Auflage bis zum ersten guten Exemplar der nächsten.“
Der automatische Plattenwechsel mittels Robotertechnik stellt besondere Anforderungen an die Druck- und Blindplatten. „Wir benötigen eine einheitliche Biegesteifigkeit der Platten und ihr Format muss in einer engen Toleranz von ±0,5 mm liegen, damit die Automatisierung reibungslos funktioniert“, erläutert Michael Nordmann. „Das ist bei der LIBRA VP gewährleistet, während es bei den Plattentypen, die wir früher verwendet haben, schwieriger war.“
Der Druckdienstleister verarbeitet die KODAK LIBRA VP Platte im konventionellen Prozess mit Vorspülen und abschließendem Spül- und Gummierschritt. Bei dieser Verarbeitungsweise bietet die Platte eine Auflagenbeständigkeit von bis zu 350.000 Drucken. In solche Regionen stoßen die Barleber Zeitungsdrucker indes nicht vor. Bei den einzelnen Auflagen kommen die Zähler an der Rotation allerhöchstens auf 150.000 Drucke.

Reduzierter System- und Wartungsaufwand bei der Plattenverarbeitung
Vor dem Umstieg auf die LIBRA VP Platte waren an den Entwicklungsmaschinen Filtrationssysteme im Einsatz, um die Standzeit der Chemie und den Wartungszyklus zu verlängern. „Nach dem Wechsel zu Kodak stellten wir fest, dass wir ohne Filtration genauso lange arbeiten können wie mit Filtration. Heute tauschen wir die Chemie nach acht Wochen aus und dann ist die Maschine deutlich sauberer als bei den früheren Platten, das heißt wir haben einen reduzierten Wartungsaufwand“, berichtet Michael Nordmann.
Nach rund eineinhalb Jahren täglicher Produktion mit der LIBRA VP Platte zieht Michael Nordmann eine positive Bilanz: „Wir müssen den Einsatz einer Druckplatte ganzheitlich betrachten. Wir brauchen ein Produkt, das eine zuverlässige Druckqualität und Maßhaltigkeit bietet und im gesamten Produktionsprozess möglichst keine Störungen verursacht. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis muss stimmen, was bei der LIBRA VP absolut der Fall ist. Deshalb haben wir die Entscheidung zur Umstellung auf die Platte von Kodak nicht bereut.“


Im Bild Roboterarme, die in der Rotation den Plattenwechsel simultan in allen Druckwerken ausführen

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