Varioman: Hybrid-Rotation für flexible Verpackungen

 

Mit der neuen Offset-Tiefdruck-Hybridmaschine Varioman will Manroland Web Systems auch Folien bedrucken können und in den Verpackungsmarkt einsteigen.

Die erste Anlage der neuen Generation soll zum Jahreswechsel 2018 bei einem international ausgerichteten Verpackungsdrucker an den Start gehen. Sie ist als Hybridmaschine mit Offset- und Tiefdruckwerken für den Druck flexibler Verpackungen konfiguriert. „Wir wollen unseren Kunden ein neues Produktionssystem ermöglichen – in der ersten Ausbaustufe für den Druck flexibler Verpackungen“, sagt Geschäftsführer Alexander Wassermann. „Der Markt fordert Maschinen, die Markendifferenzierung, Komfortsteigerung und zusätzlichen Verpackungsgrößen gerecht werden, hierfür wurde die Varioman entwickelt.“ Sie vereint neueste Technik mit Substrat- und Produktionsflexibilität sowie Prozessintegration. Das Ergebnis sei schneller, effizienter und kostengünstiger Verpackungsdruck.

 

Die Varioman stehe, so die Augsburger, für Substrat- und Produktionsvielfalt. Die bedruckbaren Substrate umfassen Folien oder Papier von 10 bis 300 μm. Das Produktportfolio erlaubt Lösungen für verschiedenste Bahnbreiten und Laufgeschwindigkeiten bis 400 m/Min. Flexibilität bieten modular gebaute Offsetdruckwerke. Dank einer – wie es heißt – etablierten Sleeve-Technik ist das Druckwerk formatvariabel und die Produktion lasse sich innerhalb kürzester Zeit auf andere Nutzen umstellen.
Die bekannten Voreinstell-, Regel- und Kontrollsysteme von Manroland Web Systems sind integriert und reduzieren die Makulatur im Vergleich zu Anlagen ohne diese Ausstattung. Die Offsettechnik reproduziert hohe Druckqualität bei einem deutlichen Stückkostenvorteil, verglichen mit Verfahren wie Flexodruck, Digital-  oder Tiefdruck. Gegenüber Letzterem können die Produktionskosten – je nach Auftragsstruktur – um bis zu 25% sinken. Ursache dafür sind hauptsächlich der Einsatz von Offsetplatten anstelle von Tiefdruckzylindern sowie die schnelleren Produktionswechsel. Die nachhaltige Trocknung der Offsetfarben ermöglicht eine zügige Weiterverarbeitung. Die eingesetzten Elektronenstrahlhärter machen Fotoinitiatoren, wie in UV-Farben verwendet, überflüssig. Dennoch kann die Druckanlage ergänzend mit UV-Trocknung ausgestattet werden.

 

Den Kartonagendruck soll später die Varioman c-line übernehmen. Deren Druckeinheiten werden speziell dafür ausgelegt, optimiert auf den Einsatz für Substratstärken von 250 bis 700 µm. Die Verarbeitung zum Endprodukt übernehmen je nach Bedarf eingebundene Stanzwerke und Sheeter. Weitere Systemkonfigurationen für zusätzliche Anwendungsfelder seien möglich, heißt es.
Eine Maxime des Herstellers lautet „effiziente Vernetzung im Drucksaal“. Hier macht die Varioman keine Ausnahme. Das bekannte Antriebs-, Bedien- und Workflowmanagement-System namens Pecom-X vernetzt die verschiedenen Komponenten der Augsburger zu einer Systemlösung. Die vernetzte Produktion soll dank ständiger Datenauswertungen und Regelung beschleunigte Prozesse – vom Verpackungsentwurf bis hin zum Druck – gewährleisten.
Die Varioman etabliert – wie es heißt –  höchste Servicequalität im Verpackungsdruck. Das weltweit abrufbare Life-Time-Servicepaket ist Teil des Angebots und verschafft dem Anwender Zugang zu den drei Dienstleistungssäulen „Solutions“, „Support“ und „Store“. Der Betreiber profitiere von kalkulierbaren Kosten und 24/7-Zugang zum Fernwartungssystem namens Tele-Support-Center über die gesamte Laufzeit der Anlage. Hinzu kommt die Abwicklung der Ersatz- und Verschleißteilversorgung über das Online-Bestellportal „Manroland web store“.

 

Ein zeitgleich abgeschlossener Lifetime-Service-Vertrag soll zudem für eine dauerhaft hohe Leistungsfähigkeit der Anlage sorgen.

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