UPM: wieder Kapazitätsreduzierungen und Entlassungen

Der finnische Papierhersteller UPM reduziert weiter Kapazitäten und stellt Maschinen ab. „In Anbetracht der weltweiten Marktsituation bei grafischen Papieren und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit“ sollen die betrieblichen Prozesse bei UPM Nordland Papier und UPM Norservice in Dörpen und Investitionen in die Automatisierung die Fixkostenstruktur verbessern. Laut UPM soll die in Deutschland geplante Kapazitätsreduzierung Auswirkungen auf insgesamt 223 Arbeitsplätze haben.

UPM Nordland Papier verfügt über eine Jahreskapazität von 1.400.000 t an gestrichenen und ungestrichenen Feinpapieren (WFC und WFU). Am Standort der Papierfabrik in Norddeutschland sind zur Zeit etwa 1.600 Mitarbeiter beschäftigt.

Schon 2016 hat UPM mit dem Verkauf des Werkes am Standort Schwedt/Oder an den Papierhersteller Leipa Georg Leinfelder GmbH und der dauerhaften Schließung der SC-Papiermaschine 3 im UPM-Werk Steyrermühl in Österreich sowie der SC-Papiermaschine 2 am UPM-Standort Augsburg in Deutschland, Kapazitätsreduzierungen bei grafischen Papieren in Europa um insgesamt 305.000 Tonnen und Entlassungen von insgesamt 275 Mitarbeitern vorgenommen.

Durch die Schließung der PM 5 bei UPM Blandin in den USA soll die jährliche Kapazität an gestrichenen Magazinpapieren um rund 128.000 Tonnen reduziert werden. Dies sei die Reaktion auf die Überkapazitäten im nordamerikanischen Papiermarkt. Die Schließung der PM 5 soll spätestens Ende des 1. Quartals 2018 realisiert sein und werde laut UPM auch Einfluss auf 150 Arbeitsplätze haben. Die Papierproduktion auf der verbliebenden PM 6 am Standort Blandin werde fortgesetzt.

UPM würde laut eigenen Angaben Rückstellungen in Höhe von etwa 35 Mio. Euro als Sondereffekte in Q4 2017 buchen, um die Vergleichbarkeit des Quartalsergebnisses zu gewährleisten. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen würde jährliche Kosteneinsparungen von ca. 30 Mio. Euro zur Folge haben.

 

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