UPM stellt wieder zwei Papiermaschinen ab.

PAPIER

Der finnische Papierkonzern UPM will seine Kapazität bei Medienpapieren um weitere 300 millionen Tonnen streichen. Dafür schließt man jeweils eine Papiermaschine in Augsburg und in Steyrermühl (Oberösterreich). In Augsburg kostet das 150 und in Steyrermühl 125 Arbeitsplätze.
Die Papierfabrik UPM Augsburg produziert jährlich fast 500.000 Tonnen Papier für Zeitschriften und Kataloge, in Steyrermühl sind es 485.000. Die stillzulegenden Maschinen sind die wegen ihrer Größe und ihres Alters am wenigsten wettbewerbsfähigen Papiermaschinen des Konzerns. Mit der Stilllegung würde eine effiziente Verwendung der verbleibenden fünf SC Papiermaschinen abgesichert. Damit verspricht sich UPM eine jährliche Kosteneinsparungen von 30 Millionen Euro. UPM würde Rückstellungen in Höhe von etwa 75 Millionen Euro als Sondereffekte im vierten Quartal 2016 buchen, um die Vergleichbarkeit des Quartalsergebnisses zu gewährleisten, von denen etwa 45 Millionen Euro Cash-Kosten wären. In beiden Werken würde die Papierproduktion auf den noch verbleibenden und wettbewerbsfähigen Maschinen fortgesetzt werden.
„Wie in den anderen Bereichen der grafischen Papierherstellung ist während der letzten Jahre auch die Nachfrage nach SC Papieren zurückgegangen. Es wird erwartet, dass sich dieser Rückgang fortsetzen wird. Trotz des schwierigen Marktumfeldes haben unsere Mitarbeiter stets großen Einsatz gezeigt und wir bedauern die Auswirkungen der geplanten Schließungen auf unser Personal. Wir sind jedoch gezwungen, unsere Geschäftstätigkeiten an die veränderten Marktbedingungen anzupassen“, sagte Winfried Schaur, Executive Vice President, UPM Paper ENA.
Heuer hat UPM bereits sein Werk Schwedt verkauft. Die jährliche Produktion von 282.000 Tonnen Zeitungsdruckpapier wird an diesem Standort Ende des dritten Quartals 2017 eingestellt werden, da das Werk vom neuen Betreiber zur Liner-Herstellung umgebaut wird.

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