Sparkurs bei Norske Skog: Bald Klopapier statt LWC

PAPIER

Die Papierfabrik Bruck (Österreich) von Norske Skog baut derzeit Personal ab. Man reagiere auf den Markt, der Standort sei aber nicht gefährdet, heißt es. Ewald Hunstein, Personalchef bei der Norske Skog, bestätigt zwar keine konkreten Zahlen, dementiert die Tatsache aber auch nicht. Er will auch nicht von „Kündigungen“ reden, man strebe einvernehmliche Lösungen mit den Betroffenen an und habe auch schon solche Einigungen erzielen können.
Zu den Gründen für den Personalabbau sagt Hunstein: „Wir müssen in regelmäßigen Abständen auf die Situation auf dem Weltmarkt reagieren.“ Und diese Situation ist seit Jahren angespannt: Seit der Finanzkrise 2009 ist der Verbrauch von Zeitungs- und Magazinpapier weltweit rückläufig, die Kapazitäten aber groß, was den Preis drückt. Also müssen die Kosten hinunter. Im Energiebereich hat die Norske Skog mit dem hauseigenen Kraftwerk bereits ihre Hausaufgaben gemacht, bei den Rohstoffen ist auch nicht viel drin, bleibt also das Personal als größter Faktor für Einsparungen.

Es gab zuletzt auch Gerüchte, dass der Standort gefährdet sei, dem tritt Hunstein aber entgegen: „Das ist kein Thema, wir müssen aber rechtzeitig aktiv eingreifen, um international konkurrenzfähig zu bleiben und nicht unter Druck zu kommen.“ Die Umstellung von Zeitungs- und Magazinpapier auf Hygienepapier wird, wie angekündigt, durchgeführt. Damit kommt man in einen Produktbereich, bei dem die Nachfrage stabil ist. Allerdings wird dafür eine neue Maschine nötig. Was das für das Personal heißt, werde laut Hunstein Schritt für Schritt evaluiert.

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