Online-Magazin Perspektive Daily will neuen Journalismus

Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten, so lautet eine alte Journalisten-Weisheit. Dass die längst überholt ist, wissen auch drei Medienmacher aus Münster. Auf ihrer Online-Plattform wollen sie den konstruktiven Journalismus etablieren. Der soll Lösungen aufzeigen, statt den Finger in die Wunde zu legen.
Kriege, Krisen, Korruption: Wer die Nachrichten verfolgt, könnte manchmal meinen, die Welt sei grundlegend schlecht. Drei junge Medienmacher aus Münster wollen Journalismus neu denken und gründen Perspektive Daily, ein Online-Magazin, das sich für konstruktiven Journalismus einsetzt.
„Ein großes Problem mit der jetzigen Berichterstattung ist, dass sie sehr negativ ist und die Leute dadurch hilflos und gestresst werden“, sagt Mitbegründerin Maren Urner in einem Video auf der Internetseite des Start-ups. Die 31-Jährige ist promovierte Neurowissenschaftlerin, ihre Kollegen: ein Physiochemiker und ein Wirtschaftswissenschaftler. In einer Redaktion hat bisher keiner von ihnen gearbeitet. Bei dem Projekt gehe es um mehr, als nur das Positive herauszustellen, sagt Urner. Die Initiatoren wollen auch fragen: Wie kann es weitergehen? Auf der Online-Plattform schreiben sie dazu: „Wir stehen für einen Journalismus, der nicht nur Probleme beschreibt, sondern auch Lösungen diskutiert.“
Im Bild das Gründungstrio: Maren Urner, Han Langeslag und Bernhard Eickenberg (von links) mit Werbepostkarten

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