News-Gruppe: Pirker übernimmt Mehrheit von Gruner+Jahr

Medien Verlage

Horst Pirker, aktueller News-Geschäftsführer und Ex Ifra-Präsident sowie Styria Vorstandschef, übernimmt von der Bertelsmann-Tochter Gruner+Jahr die Mehrheit an der österreichischen Verlagsgruppe News (VGN).
Pirker war von 1999 bis September 2010 Vorstandsvorsitzender der Styria Medie Group und von 2004 bis 2010https://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Pirker Präsident ders österreichischen. Auffassungsunterschiede mit den Eigentümervertretern über die zukünftige Ausrichtung der Styria Media Group veranlassten Horst Pirker im September 2010 das Unternehmen zu verlassen. Pirker hätte sonst ab Jänner 2011 die Präsidentschaft des Weltzeuitungsverbandes WAN-Ifra übernehmen sollen. Zum 1. Februar 2012 trat er als CEO in die Geschäftsführung des Entsorgungs- und Dienstleistungsunternehmens Saubermacher ein.[Nach diesem Ausflug in die Abfallwirtschaft wechselt Pirker per 20. Mai 2014 in die Geschäftsführung der  Verlagsgruppe News und somit zurück in das Mediengeschäft.

Pirker übernimmt die Gruner+Jahr-Anteile mit seiner I-MAG BeteiligungsgmbH. Über Kaufpreis und Finanzierung der Übernahme wurden keine Details bekannt. Weitere Gesellschafter der Verlagsgruppe, sind die „Kurier“-Mediengruppe, die 25,3 Prozent an der VGN hält, und die Fellner-Brüder, die über eine reine Finanzbeteiligung 18,7 Prozent der Anteile besitzen. Konkret übernahm Pirker den 75-Prozent-Anteil von Gruner+Jahr in der Beteiligungsgesellschaft. Diese hält wiederum 74,7 Prozent an der Verlagsgruppe News, was durchgerechnet etwa 56 Prozent entspricht.
Der Umsatz der News-Gruppe betrug zuletzt um die 90 Millionen Euro. 2014 und 2015 machte das Medienunternehmen jeweils rund fünf Millionen Euro operativen Verlust. Spätestens 2017 will Pirker die News-Gruppe wieder in die Gewinnzone bringen. Am Wochenmagazin „News“ hält Pirker fest, eine Einstellung ist nicht geplant.
Für Gruner+Jahr ist der Ausstieg aus Österreich der nächste logische Schritt im Transformationsprozess. Aus unrentablen Ländern wie Polen, Russland, Rumänien, Ungarn und den USA hat man sich in den vergangenen Jahren bereits zurückgezogen. Bertelsmann und seine Zeitschriften-Tochter konzentrierten sich auf den digitalen Umbau und mit Titeln wie „Barbara“ oder „Stern Crime“ auf den Ausbau des Magazinangebots im Kernmarkt Deutschland.
Gruner+Jahr-Chefin Julia Jäkel begründete den Schritt mit der Konzentration auf die Kernmärkte des deutschen Medienverlags. „Wir sind mit Entschiedenheit dabei, alle unsere Geschäfte darauf zu prüfen, wie sie zu dem sich neu formenden Gruner+Jahr passen. Unser strategischer Schwerpunkt liegt dabei auf der Transformation aller unserer Geschäfte, zuvorderst in den Kernmärkten Deutschland und Frankreich, und raschem digitalen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*