Lübecker Rollendrucker Broschek in Insolvenz

Langfristigen Überleben des Betriebes als Ziel eines Sanierungverfahrens.

Die Lübecker Rollenoffsetdruckerei VS Broschek Druck GmbH hat am 4. Januar Insolvenz beantragt und soll im Rahmen des Insolvenzverfahrens saniert werden. Die vorläufige Insolvenzverwaltung hat Prof. Dr. Klaus Pannen von der Sozietät Prof. Dr. Pannen Rechtsanwälte übernommen.Die VS Broschek Druck GmbH gehört zur Schießl-Gruppe, beschäftigt aktuell etwa 90 Mitarbeiter und hat 2017 einen Umsatz von 24 Mio. Euro. Auf drei Rollenoffsetmaschinen werden vor allem Zeitungsbeilagen und Prospekte produziert.

Die Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung würde „keinesfalls das Aus“ für das Druckerei-Unternehmen bedeuten, heißt es. Der Betrieb werde im Rahmen der vorläufigen Insolvenzverwaltung uneingeschränkt fortgeführt. Prof. Dr. Klaus Pannen: „Das Unternehmen hat einen guten Ruf, vor allem im deutschen und skandinavischen Markt.“ Er sei fest davon überzeugt, dass ein langfristiges Überleben des Unternehmens sichergestellt werde.

Das Unternehmen hatte seit seiner Gründung im Jahr 1989 schon mehrfach wechselnde Namen und Besitzverhältnisse. Aus der BLP Rollenoffset (Broschek, Laursen und Persiehl) wurde bereits 1995 die B&L Rollenoffset, die dann 2002 unter das Dach der Schlott Sebaldus AG kam. 2011 musste die Druckerei im Zuge der Schlott-Pleite Insolvenz anmelden. Die Druckunternehmer-Familie Schießl stieg daraufhin ein und firmierte in VS Broschek Druck GmbH um. Seit 2016 führten Ivo Schießl und Uwe Paap in Lübeck die Geschäfte.

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