KBA: erfolgreiches Drupajahr mit mehr Umsatz und Gewinn

Auch der Bereich Digital & Web verdient wieder – trotz hoher Sonderausfwendungen

Die Koenig & Bauer-Gruppe hat im Drupa-Jahr 2016 mit 1,167 Mrd. Euro ihren Umsatz um 13,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Der Auftragseingang lag mit 1,15 Mrd. Euro knapp unter dem Wert von 2015. Durch Zuwächse im europäischen Ausland, in Nord- und Lateinamerika sowie Afrika lag die Exportquote mit 85,5 % leicht über dem hohen Niveau des Vorjahres (85,0 %). Das Geschäft in Asien/Pazifik war durch die Abkühlung der Konjunktur in China belastet.

„Das profitable Wachstum haben wir aus bestehenden und neuen Verpackungsmärkten, aus industriellen Applikationen im digitalen Rollendruck und durch den weiteren Ausbau des Servicegeschäfts generiert – und das ohne konjunkturellen Rückenwind“, erläuterte CEO Claus Bolza-Schünemann. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der am 23. Mai 2017 tagenden Hauptversammlung im Jahr des 200-jährigen Bestehens des Unternehmens eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie vorschlagen.

Die Gewinnmarge des Jahres 2016 ist einer Unternehmensmitteilung zufolge die höchste der 199-jährigen Firmengeschichte. Dazu hätten „der Mehrumsatz mit besseren Margen, die durchgängig gute Auslastung und die nachhaltig reduzierte Kostenbasis durch die erfolgreich abgeschlossene Restrukturierung“ beigetragen. Das Ebit legte ohne Einmalerträge auf 62,9 Mio Euro zu. Das Konzernergebnis von 82,2 Mio. Euro hat sich gegenüber 2015 (26,9 Mio. Euro) mehr als verdreifacht.

Im Segment Bogendruck berichtet KBA von „Wachstum im Verpackungsmarkt und deutlichen Marktanteilsgewinnen“. Der Umsatz wurde um 9,5 % auf 615,0 Mio. Euro gesteigert. Mit Zuwächsen im Servicegeschäft und bei neuen Digitaldruckanwendungen hat das Segment Digital & Web laut KBA mit einem Ebit von 1,9 Mio. Euro die Gewinnzone erreicht – obwohl Entwicklungsaufwendungen das Segmentergebnis belasten würden.  Von der Kooperation mit HP im Sektor Wellpappen-Verpackungen und den eigenen Rotajet-Baureihen erwartet Koenig & Bauer einen weiter wachsenden Beitrag des Digitaldruckgeschäfts.

Die Belegschaft des Konzerns vergrößerte sich im Jahr 2016 um 69 auf 5.318 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neben einer punktuellen Personalverstärkung im expandierenden Servicebereich und bei neuen Anwendungen für die Verpackungs- und Digitaldruckmärkte kamen 60 Beschäftigte durch den Erwerb der Iberica AG zum Einstieg in den Markt der Flachbettstanzen hinzu.

Bis 2021 will der KBA-Vorstand den Konzernumsatz um rund 4 % pro Jahr organisch steigern. Dabei soll gut die Hälfte des Umsatzwachstums im Verpackungsdruck erzielt werden. Weitere Zuwächse sollen aus dem in allen Bereichen expandierenden Servicegeschäft und aus Marktanteilsgewinnen resultieren. „Unser erklärtes Ziel ist es“, sagte Finanzvorstand Dr. Mathias Dähn, „dass künftig alle Geschäftsfelder zum Wachstum beitragen. Da höhere Maschinenumsätze im Sicherheitsdruck nicht erwartet werden, prüfen wir Wachstumsoptionen einschließlich strategischer Partnerschaften im Lifecycle der Banknote.“

Im Bild das KBA-Werk samt  Konzernzentrale in Würzburg

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