In memoriam EX-IFRA-CEO Reiner Mittelbach

Mit einer Trauerfeier am 16. Juni in Zirndorf bei Fürth nahmen Familien und Wegbegleiter vom langjährigen Geschäftsführer der IFRA und späteren WAN-IFRA, Reiner Mittelbach, Abschied. Er war am 31 Mai im 59. Lebenjahr nach tückischer Krankheit im Kreise seiner Familie verstorben.

Mit seinem Tod verliert die Branche einen der Webbereiter für die digitale Transition der Medienwelt. In seiner Funktion als CEO der IFRA, der Research- und Serviceorganisation für die Zeitungsindustrie, bis zum Zusammenschluss mit dem Weltverband der Zeitungen (WAN)  im Juli 2009, nahm Reiner Mittelbach eine Neufokussierung der IFRA von einem auf das Printmedium ausgerichteten Verband zu einer Organisation vor, deren Themenspektrum um die Aspekte Multimedia und Medienkonvergenz erweitert wurde. Unter seiner Leitung wurden die Forschungsaktivitäten der IFRA zur Zukunft des Nachrichtengeschäfts erheblich ausgebaut.

Nach dem erfolgreichen Zusammenschluss, den er mit in die Wege leitete, dazu entschlossen, den gemeinsamen Branchenverband Ende Mai 2010 zu verlassen. In der Folge fungierte er bei Geopolitical Information Service als CEO und ab 2016 war er im Vorstand des englischen Softwareunternehmens KnowledgeView tätig.

„Reiner hat der Zeitungsbranche hervorragende Dienste geleistet“;, so Gavin O’Reilly, der damalige Präsident des WAN-IFRA. Sein Beitrag zum Zusammenschluss von IFRA und WAN half, die Richtung für die neue Organisation vorzugeben, zum Vorteil der gesamten Branche.“

Reiner Mittelbach übernahm 2001 die Führung der IFRA-Zentrale in Darmstadt sowie aller Tochterfirmen und Repräsentanzen, die in den letzten Jahren weltweit aufgebaut wurden.

Seine berufliche Laufbahn begann er 1986 in der 4P Verpackungsgruppe von Unilever. Nach verschiedenen Positionen in den Bereichen Vertrieb und Marketing trat er 1994 als Marketing- und Vertriebsdirektor bei dem Verpackungsunternehmen Menshen GmbH & Co. KG ein.

Zwei Jahre später kam er erstmalig mit der grafischen Industrie in Berührung. Er übernahm bei dem Schneidsysteme-Hersteller Polar-Mohr die Funktion des Vertriebsdirektors und einige Monate später die des Marketing- und Vertriebsdirektors.

Nur zweieinhalb Jahre später wechselte er zur Heidelberger Druckmaschinen AG, wo er ein Jahr als Speedmaster Sales Director für Europa und Nordamerika tätig war, bis er in das Management-Team von Heidelbergs Business-Unit Finishing als Senior Vice President Marketing eintrat.

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