Druckereischließung belastet das Ergebnis bei Ringier

Wenn es nach Presseberichten geht, kommt Ringier die Schließung von Adligenswil richtig teuer…

Die Schweizer Mediengruppe Ringier konnte im Geschäftsjahr 2017 den operativen Gewinn steigern: Das Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) betrug mit umgerechnet 93,4 Mio. Euro elf Prozent mehr als im Vorjahr. Dies geht aus einer Pressemitteilung von Ringier hervor. Presseberichten zufolge dürfte Ringier allerdings unter dem Strich Verluste gemacht haben.

So schreibt die Liechtensteiner Tageszeitung „Vaterland“, vor allem die Rückstellungen für die Schliessung der Druckerei in Adligenswil würden ins Gewicht fallen: „Wie hoch der Verlust im Geschäftsjahr 2017 ist, bleibt unklar. Weder Ringier-Konzernchef Marc Walder noch Verleger Michael Ringier wollten ihn an der Bilanzmedienkonferenz […] beziffern.“ Vaterland verweist darauf, dass Ringier als nicht-börsennotiertes Familienunternehmen den Reingewinn nicht mehr publik macht.

Die digitalen Plattformen stehen auch bei Ringier inzwischen im Mittelpunkt der Anstrengungen. CEO und Managing Partner Marc Walder sagte bei der Medienkonferenz: „Unsere Strategie, konsequent in digitale, transaktionsbasierte Geschäfte zu investieren und auf starke Allianzen zu setzen, ist weiterhin erfolgreich und wird fortgeführt.“

2017 wird aber auch als „ein Jahr harter und schmerzhafter Entscheide“ bezeichnet. Ein historischer und einschneidender Moment für Eigentümerfamilie und Mitarbeitenden sei die Entscheidung gewesen, die Zeitungsdruckerei in Adligenswil 2018 zu schliessen. Dieser Schritt sei „aufgrund der konstant rückläufigen Auftragserlöse letztlich leider alternativlos“ gewesen. Verbunden mit der Schliessungsentscheidung wurden laut Ringier Rückstellungen in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags verbucht, „die einmalig das Ergebnis in 2017 erheblich belasten“.

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