Auch Donaukurier in Ingolstadt gehört jetzt Passauer Neue Presse

Der Donaukurier gehört seit 1, Januar 2017 zur Verlagsgruppe der Passauer Neuen Presse.

Nach der Übernahme der Esslinger Zeitung durch die Stuttgarter Zeitung ist der Kauf des Ingolstädter Verlages ein weiterer Schritt zur Pressekonzentration in Süddeutschland. In den vergangenen Jahren hatte die Passauer Neue Presse bereits die Zeitungstitel Trostberger Tagblatt/Traunreuter Anzeiger/ Südostbayerische Rundschau mit einer Auflage von rund 20.000 Stück sowie die Titel Reichenhaller Tagblatt/Freilassinger Anzeiger (Auflage rund 10.000 Stück) erworben. Der Donaukurier erscheint derzeit in sieben Regionalausgaben in einer Gesamtauflage von rund 85.000 Exemplaren. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Simone Tucci-Diekmann von „einem weiteren, konsequenten Schritt im Rahmen der Wachstumsstrategie“ ihres Hauses und sieht darin „ein klares Bekenntnis zum regionalen Zeitungsgeschäft in Deutschland“. Vor dem Hintergrund des digitalen Wandels und eines immer stärker umkämpften Werbemarkts sei es für Regionalverlage immer wichtiger, Größenvorteile zu nutzen, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Die Passauer Neue Presse erscheint mit ihren Lokalteilen während der Woche mit einer Gesamtauflage von knapp 165.000 Stück in den niederbayerischen Landkreisen Regen, Freyung-Grafenau, Dingolfing-Landau, Deggendorf, Rottal-Inn und Passau sowie in den oberbayerischen Landkreisen Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land. Der Donaukurier erscheint mit seinen Heimatzeitungen in der Stadt Ingolstadt sowie in den Landkreisen Roth, Neumarkt, Eichstätt, Kelheim, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen und Aichach-Friedberg. Zwischen den beiden Verbreitungsgebieten liegen die Verbreitungsgebiete der Mittelbayerischen Zeitung aus Regensburg sowie das des Straubinger Tagblatts.

Einem Bericht der Website „buergerblick.de“ (Passau) zufolge haben die knapp 100 redaktionellen Mitarbeiter des Donaukuriers von dem Zeitungsdeal erst nach der Versammlung in Passau erfahren. Während die Mitarbeiter in Passau die Nachricht „überwiegend zuversichtlich“ aufgenommen hätten – „Viele sehen darin eine Sicherungsmaßnahme für die Zukunft“, wird eine nicht namentlich genannte PNP-Redakteurin zitiert –  herrsche „in Ingolstadt dagegen Aufregung“, man habe Angst vor Stellenabbau und Sparmaßnahmen.

Die Druckmaschine, auf der die Donaukurier-Ausgaben entstehen, war 2006 in Betrieb gegangen. Die beiden Druckstandorte Passau und Ingolstadt sind über zwei Autostunden von einander entfernt.

 

 

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